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Traumhafte Kammwanderung im Rofan



Die Dalfazer Wände, auch Dalfazer Kamm genannt, sind ein mächtiger Bergkamm mit einer Länge von ca. 1,5 Kilometer. Sie erstrecken sich im Süden von der imposanten, steilen Rotspitze bis im Norden zum Streichkopf. Höchste Erhebung ist das Dalfazer Joch mit 2.233 Meter. Die Dalfazer Wände werden sowohl von Süden als auch von Norden her gern überquert. Besonders reizvoll ist die Möglichkeit, fast alle Gipfel entweder zu umgehen oder auch direkt zu besteigen. Hier beschreiben wir die Tour über die Hochiss und das Streichkopfgatterl hinüber zum Dalfazer Kamm und weiter zum Berggasthof Rofan.

Die Dalfazer Wände von der Hochiss aus gesehen.



Kurzinfo:

Tourenart: Klettersteig (leicht)
erreichte Gipfel: Hochiss 2299 m Dalfazer Joch 2233 m Dalfazer Köpfln (Steinrige Mannl) 2208 m Dalfazer Wand 2210 m Dalfazer Roßkopf (Gelbe Wand) 2163 m, auf manchen Karten auch auch 2143 m Rotspitze 2067 m
Dauer ab Berggasthof Rofan: Aufstieg zur Hochiss ca. 1,5 Stunden; Kammüberquerung bis zur Rotspitze ca. 2 Stunden; Abstieg zum Berggasthof Rofan ca. 45 Minuten; Gesamtgehzeit ca. 4 - 4,5 Stunden
Schwierigkeit: Teils anspruchsvoll, teils leichte Bergsteige. Zwischendurch mehrere durch Seil gesicherte Stellen. Der Abstieg von der Rotspitze erfolgt teilweise auf steilem Gelände mit Rutschgefahr auf losem Kies. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit immer wieder erforderlich.
Höhenunterschied: gute 700 m
Flora und Fauna: Es gibt sie noch: Wenn auch schwer zugänglich und kaum zu entdecken - aber hier wächst noch das streng geschützte Edelweiss ! Angeblich überwacht die Bergwacht mit Funk und Fernglas die betreffenden Stellen - aber nicht nur aus diesem Grund sollten alle getreu dem schweizer Spruch handeln:
Wer die Berge liebt, läßt Ihnen die Blumen.

Die drei Steinrigen Mannln (Dalfazer Köpfln) befinden sich inmitten des Kammes.



Tourenbeschreibung:

Ausgangspunkt: Berggasthof Rofan
Berggasthof Rofan - Hochiss: Nordwärts auf dem gut beschilderten Weg. Er führt (von unten gesehen) rechts vorbei an den südöstlichen Grashängen des imposanten Gschöllkopfes. Über einen Sattel gelangt man in einen grünen Kessel unter der Hochiss. In einem kleinen Bogen zu einer Abzweigung - Vorsicht Steinschlaggefahr ! Hier links weiter zum sog. Gamshals. Auf dem Grat zwischen Spieljoch (rechts) und Hochiss (links) verläuft der Weg nach links unter den Südabstürzen der Hochiss entlang, bis kurz vor den Streichkopf. Hier teilweise durch Seile versichert. In einem Rechtsbogen etwas steiler, durch Schrofen und Gestein erreicht man kurz darauf den flachen, grasigen Westhang, von dem man aus in wenigen Minuten zum Gipfelkreuz gelangt.
Hochiss - Streichkopfgatterl: Auf dem Westhang zurück bis zur Abzweigung, wo man von links durch die Schrofen aufgestiegen ist. Hier geradeaus weiter Richtung Dalfaz Alm und Streichkopfgatterl. Das Rote Klamml ist eine kleine Selle, wo es etwas steiler hinunter geht und deshalb eine Sicherung angebracht ist. Von diesem aus weiter bis zum Streichkopfgatterl.
Streichkopfgatterl - Rotspitze: Ab hier immer auf dem Grat bleiben und dem Weg südlich folgen. Der Weg ist stellenweise schlecht erkennbar und nicht markiert, kann aber eigentlich nie verfehlt werden. Fast alle angetroffenen Gipfel können erstiegen aber auch umgangen werden. Schwieriger wird es vor der Gelben Wand, wo man einige Meter auf einer durch Seil gesicherten Wand hinaufklettern muss. Ist aber insgesamt für Geübte leicht zu bewältigen. Ihr Gipfel trägt statt eines Kreuzes eine Wetterstation. Danach auf sanften Wiesen bergab, später steiler und ausgesetzter. Bald sieht man das letzte Ziel, die Rotspitze vor sich, die relativ leicht zu besteigen ist.
Rotspitze - Berggasthof Rofan: Nachdem man deren Gipfel erklommen hat, auf dem gleichen Weg wieder zurück und auf der Erhebung nach dem Verbindungsgrat links abbiegen. Hier links wenden. Nach einigen Minuten zweigt wiederum nach links der Steig ab, welcher unterhalb der Südwand der Rotspitze vorbeiführt. Mit etwas Glück kann man hier den Kletterern in schwindelerregender Höhe zusehen. Anschließend auf einem kleine Klettersteig, ebenfalls durch Seil gesichert, ca. 15 Meter hinab. Danach verläuft der Steig in nordöstlicher Richtung immer weiter hinab, teils über Geröll, Gestein und durch Gebüsch, bis er immer flacher wird. Nach dem See leicht ansteigend zum Berggasthof Rofan.

Alle Infos und Bilder wurden uns freundlicherweise von
www.roberge.de
zur Verfügung gestellt.